Allgemein, Digital

    14. Juni 2010

    Virtuelle Kriminalität

    Eduard Zimmermann warnt (bzw. warnte – der Gute hat es ja nun hinter sich soweit ich weiss) seit den Anfängen des deutschen Fernsehens in “Aktenzeichen XY ungelöst” vor Verbrechern und deren tückischen Methoden. Eine Masche, so erinnere ich mich, war es Leute anzurufen um so festzustellen ob sie zuhause oder eventuell in Urlaub sind. Dieser Trick gepaart mit dem Beobachten des Hauses brachte vor Erfindung der Zeitschaltuhr für Lichtquellen relativ sichere Informationen darüber, ob die Bewohner eines möglichen Einbruchsobjektes einem in die Quere kommen können oder nicht.

    Nun fiel mir neulich ein, daß das 21. Jahrhundert da ganz neue Möglichkeiten bietet. Ich spreche nicht vom umstrittenen Google Street View, daß ja nur quasi sofort veraltete Fotos von Straßenzügen liefern kann. Ich spreche von Twitter, Facebook, StudiVZ und co.

    Wie das?

    Ganz einfach: Es gibt genügend Leute die mit ihren persönlichen Daten recht leichtsinnig umgehen. So kann man durch genaues beobachten von bestimmten Nutzern und deren Einträgen in den einschlägigen Netzwerken eine ganze Menge erfahren. Nicht selten sind auch Fotos verfügbar, die Aufschluss über z.B. den Garten, die Hausfront oder  das Wohnzimmer inklusive potenzieller lukrativer Beute  geben können. Viele Nutzer haben ja auch ihre eigene Website oder den eigenen Blog im Netz. Der findige Kriminelle kann leicht, z.B. über Denic, herausfinden wem die Domain gehört und wo dieser wohnt. Kein Problem, ganz legal und kaum Zeitaufwand…

    Wenn nun derjenige stolz über sein nagelneues IPhone seine neuesten Urlaubsfotos live von den Kanaren auf seinem Blog einstellt, haben subversive Elemente freie Bahn – die Wohnung ist aller Wahrscheinlichkeit nach leer.

    Irgendwie stimmt mich das ein wenig nachdenklich. Die moderne Technik wird sicher noch ganz andere Schattenseiten zeigen, die jetzt noch garnicht absehbar sind. Da ist es mir doch vergleichsweise egal, ob Google nun mitschneidet welche Websites ich ansurfe – die im Netz verfügbaren Daten sind so vielseitig und so leicht zugänglich, daß jederman sie leicht zum Schaden anderer nutzen kann…

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    Allgemein, Hannover kulinarisch

    18. April 2010

    Hannover kulinarisch #8 – Das “O Atlantico”

    Letzte Woche war ich mit einem ehemaligen Kollegen, genaugenommen einem ehemaligen Chef, im “O Atlantico” in Hannover Linden (am Kötnerholzweg). Dieser hatte sich ein  Hotel im Zentrum von Hannover gebucht. Das “O Atlantico” ist ein spanisches Restaurant, daß auch von Spaniern geführt und vor allem auch besucht wird. Ich finde es ist immer ein gutes Zeichen, wenn auch “Einheimische”, also native Kenner der angebotenen Küche, ein Restaurant besuchen.

    Die Karte ist nicht besonders groß, bietet aber eine gute Auswahl: Es gibt vielerlei authentische warme Tapas (viele Meeresfrüchte) aber auch diverse Fleischgerichte von Geflügel über Rind bis zum Lamm. Es ist ebenfalls ein gutes Zeichen, wenn ein Restaurant kein mittelschweres Kochlexikon als Karte anbietet sondern sich auf Spezialitäten beschränkt. Die Getränkeauswahl im O Atlantico ist ebenfalls gut. Bemerkenswert ist, daß es hier das spanische Bier “San Miguel” vom Fass gibt – das habe ich bisher in Deutschland noch nicht gesehen.

    Mein Kollege hatte eine Auswahl verschiedener Tapas gewählt, die allesamt sehr gut gewesen sein sollen. Besonders erwähnenswert ist der Pulpo nach galizischer Art, der exquisite Qualität hatte. Ich habe mich für Lammkoteletts entschieden. Diese wurden mit fritierten Kartoffelwürfeln und einem leicht scharfen Dip gereicht. Meine Meinung dazu: Schnörkellos, aber sehr, sehr lecker.

    Die Preise beim Lindener Spanier sind moderat. Für ein Hauptgericht bezahlt man grob zwischen 10 und 15 Euro. Eine “vorkonfigurierte” Tapas-Platte kann man nicht bestellen, sondern man muss einzeln wählen. Sucht man sich also die kleinen Vorspeisen einzeln aus, ist der Endpreis schon durchaus deftig denn 5 Euro pro Auswahl muss man im Schnitt schon rechnen.

    Das Ambiente ist bodenständig. Der Laden ist sauber und sparsam dekoriert, aber insgesamt so schnörekllos und geradeheraus bürgerlich wie die Speisekarte.

    Der Sevice ist top, die Bedienung war jederzeit freundlich, aufmerksam und schnell. Auf das Essen haben wir bei guter Tischauslastung keine 10 Minuten gewartet. Ich persönlich finde es ja immer nett, wenn die Bedienung die zum Restaurant passende Nationalität hat und weiß wovon sie spricht. Auch diesen Gefallen hat mir das “O Atlantico” getan.

    Fazit: Ein ehrlicher Spanier mit sehr gutem Essen zu vertretbaren Preisen. Ein Restaurant, daß ich mit Sicherheit nochmal aufsuchen werde.

    Note: 8 von 10

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    Unnützes Wissen

    12. April 2010

    Bier auf Wein – das lass sein!

    “Bier auf Wein – das lass sein. Wein auf Bier – das rat’ ich Dir!” Diese Binsenweisheit zur Vermeidung eines Katers nach ausschweifendem Alkoholgenuss mit Getränkewechsel hat wohl jeder schon gehört. In letzter Zeit habe ich im TV mehrere Experimente zu diesem Thema verfolgt.

    Meine Freunde die Mythbusters haben z.B. getestet, ob es einen Unterschied macht, wenn man nur Bier trinkt oder die gleiche Menge an Alkohol aus Bier und Schnaps gemischt. Die Antwort: Nein. Es macht, bezogen auf den Kater danach, keinen Unterschied.

    Gestern nun hat ein deutscher Sender (ich glaube ProSieben) ein sehr ähnliches Experiment auf Basis von Bier und Wein durchgeführt. Das Ergebnis war ähnlich. Kein Unterschied bei den Probanten.

    Interessant war jedoch, wie die “Bier auf Wein” Redewendung hergeleitet wurde: Die Redewendung bezieht sich ursprünglich garnicht den Kater danach sondern hat einen gesellschaftlichen Hintergrund. So sollte man, wenn es einmal geschafft hatte sozial so weit aufzusteigen, daß man den als nobeln geltenden Wein trinken konnte, auf keinen Fall so tief sinken und dem als proletarisch geltenden Bier frönen. Also “Bier auf Wein – das lass sein”. Da man natürlich nach gesellschaftlicher Verbesserung streben sollte galt der Umkehrschluss “Wein auf Bier – das rat ich Dir.”

    Keine schlechte Erklärung…

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    Allgemein, Hannover kulinarisch

    16. März 2010

    Hannover kulinarisch #7 – 12 Apostel

    Am letzten Wochenende war ich mit zwei Gästen im “12 Apostel” in Hannovers Pelikanviertel. Ich habe das Restaurant ausgewählt weil ich zuvor auf ein Glas Wein dort gewesen war und das Ambiente mich sehr begeisterte: Ein riesiger, hoher Raum mit dunklen Holztäfelungen und schönen Deckenmalereien. Man hat aus der ehemaligen Werkshalle des Pelikan-Füller-Werks einen schicken Tempel der gepflegten Speisenaufnahme gemacht. Das Essen, so wurde mir zugetragen, sollte ebenfalls sehr gut sein.

    Die Karte bietet vorwiegend italienische Speisen. Beispielsweise gibt  12 verschiedene Varianten Pizza, benannt nach den 12 Aposteln – wer wollte nicht schon immer mal eine “Pizza Judas” bestellen? Eine Pizza Hawaii oder ähnliche kulinarische Sünden wird man hier vergebens suchen. Die Pizzen sind variantenreich und weit weg von 08/15. Die Karte bietet an sonsten auch eine Reihe Pasta-Variationen und verschiedene andere Fleisch- und Fischgerichte. Die Weinkarte ist umfangreich und bietet eine gute und hochwertige Auswahl.

    Wir entschieden uns für Pizza. Ich hatte die “Pizza Johannes”, die mit Schinken, Ruccola, Sardellen, Champignons und Zwiebeln angeboten wurde. Zunächst schien der Preis von etwa 12 Euro für eine Pizza ziemlich amtlich, die Größe entschädigte jedoch für den stolzen Preis. Die Pizza hatte locker 40cm im Durchmesser. Der Teig war angenehm dünn und knusprig, der Belag richtig dosiert. Der Teigfladen hätte absolute Spitzenklasse sein können, doch leider war die Kombination von Schinken und (etwas zu zahlreichen) Sardellen deutlich zu salzig. Meine Mitstreiter hatten eine “Pizza Judas” mit scharfer u.a. Salami und Pepperoni und eine Pizza “emm… ja… wie hieß die noch gleich” mit u.a. Garnelen und Spinat. Die beiden Gerichte waren tadellos. Als Wein hatten wir einen Indio Montepulciano – ein sehr guter Wein, der allerdings auch mit 23 Euro für die Flasche zu Buche schlug.

    Der Service war insgesamt in Ordnung, aber kein Highlight. Der Laden war sehr gut gefüllt, was bei einem Saal dieser Größe (ich schätze mal ca. 120 Plätze) für einen ordentlichen Geräuschpegel gesorgt hat. Für einen lauschigen Abend ist das “12 Apostel” nicht zu empfehlen.

    Fazit: Ein hochklassiges, italienisches Restaurant mit kleinen Schönheitsfehlern.

    Note: 6 von 10

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    Allgemein, Hannover

    11. Februar 2010

    Umweltzone Hannover

    Seit dem 01.01.2010 darf man die Innenstadt der Landeshauptstadt Hannover dank Umweltzone nur noch mit einer grünen Plakette am Auto befahren. Das bedeutet, wenn das Auto nicht die Euro 4 Norm erfüllt, heisst das: “Wir müssen draussen bleiben”.

    Mitte letzten Jahres bin ich aus beruflichen Gründen nach Hannover gezogen. Das habe ich eigentlich auch nicht bereut. EIGENTLICH.

    Das erste Mal hatte ich ein Grummeln im Magen als ich hörte, daß ich meinen Diesel-Volvo umrüsten muss, wenn ich diesen in meiner neuen Heimat weiter fahren möchte. Tolle Sache. 1000 Euro und ein paar unfreundliche Anranzer durch die Info-Hotline der Stadt Hannover später hatte ich dann so eine verdammte grüne Plakette. Vermutlich der teuerste Aufkleber den ich in meinem Leben je kaufen werde.

    Das beste jedoch: Mittlerweile werden auch Autos mit gelber Plakette wieder toleriert. Telefonische Auskunft des Umweltamtes “Ja, die Politik ist sich jetzt nicht einig. Eventuell steht da noch eine Klage an. Momentan gibt es keine klare Regelung. Wir kontrollieren momentan jedenfalls nicht ob grüne Plakette oder nicht.”

    Da krieg ich doch echt Nervenzucken.

    Ich hau 1000 Euro raus um mein Auto gesetzeskonform umbauen zu lassen und jetzt überlegt man es sich anders? Vielleicht glaubt man in Niedersachsen, daß die Kohle auf den Bäumen wächst??? Das Argument “Es ist für die Umrüster ja auch eine Wertsteigerung” finde ebenfalls mehr als albern. Zum einen entscheide ich gern selbst ob ich den Wert meines Autos steigere und zum anderen habe ich nur etwas von einer Wertsteigerung, wenn ich den Wagen verkaufen will. Das habe ich weder vor, noch ist es besonders opportun bei einem Auto mit fast 200.000 km auf der Uhr.

    Echt unglaublich.

    Wenn jetzt rauskommt, das ich nicht hätte umrüsten müssen und in Hannover “reicht gelb” bis Ende 2012, dann ist aber was los. Zum Glück bin ich jetzt im Rechtsschutz…

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    Digital

    3. Februar 2010

    Youporn und die Alternativen

    Sexuell gefärbten Inhalt gibt es seit es das Internet gibt. Ich persönliche gehe sogar davon aus, daß das Internet nicht wie oft propagiert wird, zunächst für militärische Zwecke entwickelt wurde sondern lediglich um Tittenbilder um den Globus zu jagen.

    Vor einer Weile war es noch erforderlich nachzuweisen, dass man auch volljährig ist – sei es durch eine Passnummer oder eine Kreditkarte oder einen Webservice (AVS – Age Verification System) bevor man das gewünschte Kontingent an nackter Haut zu sehen bekam. Ich erinnere mich, dass man eine Zeit lang kaum eine “normale” Website ansurfen konnte ohne mit Pop-ups für “Sex-Live-Cams” oder “Stars nackt” abgenervt wurde.

    Mit dem Web 2.0 ist offensichtlich auch das Vertrauen in die User gestiegen: Um z.B. Zugang zur Porno-Plattform Youporn zu bekommen, muss man lediglich die Frage ob man den schon volljährig ist mit “Ja” beantworten.

    Youporn bietet die Möglichkeit, jede Art von Sexfilmchen ins Netz laden bzw. dort anzusehen. Analog der sehr präsenten Youtube-Seite. Mittlerweile sind diesem Modell diverse andere Seiten gefolgt. Namen wie Redtube, xhamster, timtube und wie sie alle heissen bieten genau das gleiche: Gratis Nackedeis und reichlich Hardcore-Action ohne jeglichen ernstzunehmenden Alterscheck.

    Schön ist das nicht, aber auf der anderen Seite kann man so vielleicht dem Lehrermangel entgegenwirken – Aufklärung dürfte jedenfalls kein Thema für den Lehrplan mehr sein…

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    Digital

    19. Januar 2010

    Gratis Browsergames meist garnicht gratis

    Zocken per Browser ist ja nichts neues. Ich glaube mein persönlicher Erstkontakt mit kostenlosen Spielen per Webbrowser waren Sportwetten irgendwann in den 90ern. Die Vielfalt dieser Art von Spielen ist seither allerdings geradezu explodiert. Seit eingen Jahren werben ja sogar TV-Sender für ihre (scheinbar) kostenfreien Browsergames: "Sevengames", die durch Pro Sieben beworbene Plattform, z.B. bietet kostenfreie Spiele wie das Piratenspiel "Seafight" an, daß per se erstmal nichts kostet. Möchte man aber tatsächlich "oben mitspielen" ist man eigentlich zwangsläufig gedrungen, für reale Euro virtuelle Währung zu kaufen um so an besonders gute Gegenstände oder andere Vorteile zu kommen erklärte mir kürzlich ein Fan dieses Spiels.

    Das gefährliche daran ist, daß man im Gegensatz zu "klassischen" Online-Games wie z.B. World of Warcraft (WoW) quasi unbegrenzt Geld ausgeben kann während WoW einen festen Monatsbeitrag kostet und damit einen "Flatrate-Zugang" zu allen Features des Spiels anbietet. Die Verfühung ist groß, einfach zu sagen "Ach komm, eben nochmal ein paar virtuelle Goldmünzen für fünf Euro…". Das kann schnell in überraschend hohen Monatsrechnungen enden und ich bin davon überzeugt, daß mehr als ein Spieler sich damit auch schon arg in finanzielle Bredouille gebracht hat. Problematisch ist weiterhin, daß durch das Eingreifen mit Bargeld auch der Wettbewerb innerhalb des Spiels verzerrt ist: Wer viel Geld ausgibt wird tendenziell auch erfolgreicher sein als jemand, der das nicht tut.

    Das soziale Netzwerk Facebook bietet ebenfalls ein interessantes Konzept zum Thema Browserspiele an: Es gibt verschiedene, vom System her immer ähnliche und nicht allzu komplexe Spiele die als Anwendung in die Facebook-Plattform eingebettet werden können. Ob man sich dabei als Bauer betätigt und seine Felder in “Farmville” bestellt oder ob man sich zum Mafia-Don berufen fühlt und bei “Mafia-Wars” Tommy-Gun schwingend Schutzgelder erpresst bleibt da der persönlichen Präferenz überlassen. Auch bei diesen Spielen kann man sich für reales Geld virtuelle Vorteile kaufen. Das ist nicht innovativ. Neu hingegen ist der soziale Faktor und die Art der Verbreitung dieser Spiele: Um in den Spielen erfolgreich zu sein, braucht man Freunde (bei Farmville sind es Nachbarn, bei Mafia-Wars ist es die “Familie”). Diese muss man aus dem eigenen Facebook-Freundeskreis rekrutieren. Wirbt man also erfolgreich innerhalb des eigenen Freundeskreises für das Spiel, bringt einen das selbst weiter. Für den Betreiber eine ziemlich geniale Art der Verbreitung. Einen Facebook-Account hat ja mittlerweile fast jeder und selbst Leute, die ohne weiteres nicht auf die Idee kommen würden, ein Browserspiel zu spielen, sind leicht neugierig zu machen, da die Spiele eine Reihe von Einträgen auf der eigenen Pinnwand verfassen und man schon mit einem Klick “drin” ist. Ziemlich genial und ist möchte wetten auch ziemlich lukrativ durch die virale Verbreitung.

    Besonders kreativ ist der Betreiber Zynga bei der Gestaltung seiner Spiele nicht. Neben Mafia-Wars gibt es z.B. noch Dragon Wars, Fashion Wars, Pirates, Vampire Wars uvm. Das Spielprinzip ist immer gleich, die Spielmechanismen auch, Unterschiede gibt es nur im Detail. Einzig das Thema unterscheidet sich. Kauft man sich in Mafia-Wars eine andere Pistole um seine Gegner besser beharken zu können, so kauft man sich in Vampire-Wars vampirische Fähigkeiten wie “Flug” oder “Gedankenkontrolle”.

    Diese Spiele sind, gerade wenn man in seinem Facebook-Freundeskreis viele Mitspieler hat, trotzdem spannend und lustig. Keine Frage. Ich selbst bin seit ca. 2 Monaten im Mafia-Geschäft unterwegs. Allerdings werde ich mich hüten, dafür Geld auszugeben. “Für lau” ist’s nett, mehr aber auch nicht. Mehr als eine Variante der Facebook-Spiele brauche ich aus den genannten Gründen nicht zu spielen…

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    TV und Film

    6. Januar 2010

    Früher war alles besser!

    …zumindest fühlt es sich oft so an. Als Kind der 80er bin ich noch heute Fan des A-Team (das übrigens gerade als Kinofilm produziert wird – u.a. unter Mitwirkung von Ridley Scott), von MacGyver und Colt Seavers (Gott, welcher männliche Teeanger erinnert sich nicht an die berühmt Acapulco-Folge mit Heather Thomas und der Schwingtür..). Helden meiner Jugend… Irgendwie kann man den Eindruck bekommen, daß Vorabendprogramm hatte damals mehr zu bieten als heute. Aber vielleicht ist das auch nur der verklärten Erinnerung und der Tatsache geschuldet, daß wir “damals” nur drei TV-Programme empfangen konnten. Mehr als ARD, ZDF und NDR war nicht drin…

    Ich gucke von den genannten Serien lange nicht mehr jede Folge die mir in die Quere kommt, aber von Zeit zu Zeit fröne ich schon der Nostalgie und komme immer wieder ins Schmunzeln wenn ich eine TV-Zeitreise mache.

    Kürzlich habe ich folgende Website entdeckt:

    Retrojunk

    Ein Paradies für Retro-Fans – und nicht nur wenn es um TV geht! Unbedingt mal reinsehen!

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    TV und Film

    5. Januar 2010

    Robin Hood mit Russell Crowe – Trailer!

    Dieses Jahr wird eine neue (bzw. weitere) Verfilmung der Robin-Hood-Legende in den Kinos zu sehen sein. Niemand anderer als “Gladiator” Russell Crowe übernimmt diesmal die Hauptrolle. Als Lady Marian wird Cate Blanchett spielen. Das sind auch schon die beiden großen Namen des Films, der Rest des Casts ist vergleichsweise unbekannt. Regie hingegen führt Ridley Scott, der schon für Alien, Blade Runner und Gladiator verantwortlich zeichnete.

    Die Story wird in dieser Version der alten Sage etwas anders als üblich ausfallen: Der Film erzählt die Geschichte, wie ein Bogenschütze in der Armee Richard Löwenherz’ zur berühmten englischen Sagengestalt Robin Hood wurde. Der Film beginnt kurz nach dem Tod König Richards bei der Belagerung von Chalus Chabrol und folgt Robin Hoods Aufstieg zum berüchtigten Gesetzlosen unter den englischen Baronen und dem frisch gekrönten König John.

    Der Film zeigt diverse historisch akkurate Personen, wie Sir William Marshall, und ist, ähnlich wie Gladiator, insgesamt sehr nah an belegte historische Fakten angelehnt. Es ist nicht die Geschichte vom Helden in Strumpfhosen wie aus den Zeiten von Errol Flynn – es ist mehr die Geschichte dessen, wie ein Mann zur Legende wurde.

    Der Trailer ist leider auf Youtube nicht mehr zu finden, aber einige Kollegen in Russland (Filmz.ru) haben ihn noch vorrätig:

    [--Klick--]

    Insgesamt ist der Trailer leider nicht sonderlich aussagekräftig, aber man darf trotzdem gespannt sein. Ridley Scott spricht ja eigentlich für Qualität. Meine einzigen Bedenken sind, daß es sich um ein ähnliches filmisches Debakel handelt wie “Alexander” mit Colin Farrell.

    Ach ja: Beim Nachschlagen über Ridley Scott habe ich gesehen, daß dieser momentan als Produzent eine Neuverfilmung des A-Teams am Wickel hat! Spannend!

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    Allgemein, Musik und Gothic

    4. Januar 2010

    Epischer Song: Johnny Cash covert Nince Inch Nails

    Die Musiklegende Johnny Cash, der “Man in Black”, hat 2002, knapp ein Jahr vor seinem Tod, einen Song der von Trent Reznor gegründeten Band (oder sollte man eher Projekt sagen?) “Nine Inch Nails” gecovert. Bemerkenswert daran ist zum einen, daß Cash eigentlich eher im Country-Bereich unterwegs war und NIN gemeinhin eher dem Industrial Rock zugeschrieben werden.

    Cash hatte sich den letzten Song des 1994 erschienenen Konzeptalbums “The Downward Spiral” ausgesucht.

    Wenn man sich das Video dazu ansieht, kann es einem schon kalt den Rücken herunterlaufen. Cash interpretiert den Song extrem emotional wie ich finde und man hat den Eindruck das Lied hat für ihn beinahe biographischen Charakter.

    Das Original im Vergleich dazu ist, nach meiner Auffassung, eher ” so mittel”. Hier eine Live-Fassung:

    Für Trent Reznor jedenfalls ist diese Cover-Version ein musikalischer Ritterschlag würde ich sagen – auf diese Art von einer Größe wie Johnny Cash interpretiert zu werden ist schon eine Ehre.

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