Asterix-Zeichner Uderzo ist farbenblind

28. Dezember 2009 | Von Henning | Kategorie: Unnützes Wissen

Der Schöpfer des bekannten Comic-Duos Asterix & Obelix koloriert seine Zeichnungen schon lange nicht mehr selbst. Das hat aber scheinbar nicht damit zu tun, daß er zu faul ist oder daß er es einfach “nicht mehr nötig” hat. Nach eigenen Angaben fragte ihn sein Partner und Co-Schöpfer René Goscinny irgendwann einmal warum es denn ein Pferd grün malte. Uderzo gab darauf hin zu, daß er eigentlich farbenblind sei: “Ich kann Grün und Braun nur schwer auseinander halten” sagte er.

Bei der Recherche dieses Faktes bin ich auf einen interessanten (wenn auch aus Sicht eines Asterix-Fans traurigen) Artikel über den Ausverkauf der Figur und der Ideale des kleinen Galliers im Namen des guten alten Geldes bei Spiegel Online gestossen: [--Klick--].

Irgenwie ist es schon schade zu sehen, wie eine solche Ikone der Comic-Welt (und ein Held meiner Kindheit) so der modernen Zeit und dem Gewinn-Denken der Schöpfer zu Opfer fällt. Uderzo hat testamentarisch verfügt, daß es nach seinem Tod keine Fortsetzung der Reihe geben wird. Warum kann er kann nicht einfach die Sache auf sich beruhen lassen und die Millionen die er damit gemacht hat ausgeben oder eben vererben und Asterix so lassen wie er ist? Die letzten Bände waren allesamt gruselig. Unkreativ und mit unglaublich schlechten deutschen Texten. Dialoge mit aktuellem politischen Bezug wie dem Kanzlerzitat “Hol mir mal ne Flasche Bier” (G. Schröder) haben meiner Meinung nach in so einem ehemals historisch brillant recherchierten Comic nichts verloren.

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